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20. März 2010
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The Producers - Frühling für Hitler - Plakat / Cover
Award of the Academy of Motion Pictures Arts and Sciences 1968

• Oscar für das beste Drehbuch.
Oscar
Kino-Start Deutschland:
10.11.1968
Kino
Auf DVD ist der Film wie folgt erhältlich:DVD

Zu kaufen ab: 12.10.2007
Bild: 16:9
Ton: D, GB: Mono
Ausstattung: Trailer
Arthaus Collection

The Producers - Frühling für Hitler

The Producers
Komödie


Trailer

Regie:
* Mel Brooks
4
14 User-Voten
Ø: 3.8 Sterne von max. 5.0


Hitlers Leben als Musical

USA196885 MinutenFSK: 12

Darsteller:

Zero Mostel, Gene Wilder, Kenneth Mars, Estelle Winwood, Renée Taylor, Christopher Hewett, Lee Meredith, William Hickey, Andréas Voutsinas, David Patch, Dick Shawn, Barney Martin, Madelyn Cates, Shimen Ruskin, Frank Campanella, Josip Elic, John Zoller, Brutus Peck, Amelie Barleon, Lisa Kirk, Nell Harrison, Mary Love

Inhalt:

Der Broadway-Produzent Max Bialystock (Zero Mostel) ist arg heruntergekommen. Seine letzten Produktionen waren allesamt Flops und Max steht praktisch vor dem Aus. Doch da hat sein Buchhalter Leo Bloom (Gene Wilder) eine zündende Idee: Wenn das nächste Stück ebenfalls durchfällt, könnte Max danach die gesamten Investoren-Gelder einkassieren. Das Stück des verschrobenen Franz Liebkind "Frühling für Hitler" scheint für den Plan der beiden goldrichtig zu sein. Niemals, da sind sich Max und Leo einig, könnte eine Musical-Revue über Hitler ein wirklicher Publikumserfolg werden. Doch damit haben sich die beiden schwer verkalkuliert: Die Revue "Frühling für Hitler" wird ein Riesenerfolg. Und somit haben Max und Leo nun wieder ein neues Problem am Hals...


Unsere Kritik:

Hirnverbrannt, makaber, zynisch und abseitig - wohl keines seiner Werke drückt Mel Brooks’ Humor derart präzise aus wie sein Regie-Debüt. Auch tief philosophische und auch sozialkritische Töne sind zu hören. Absolute Brüller aber sind die Musical-Einlagen; und wenn das Nazi-Balett in Reih und Glied das Tanzbein zu "Springtime for Hitler and Germany" schwingt - da haut’s einem schon den Vogel raus...


Vergleiche:

The Producers: The Movie Musical
Musical-Komödie
USA 2005
Remake des preisgekrönten Musicals


Ihre Kritik:

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Es liegen 2 User-Kommentare vor.


SmilyVon Franz Liebkind
vom 25.11.2005
Kommentar #34029

|"Frühling für Hitler|" ging Ende der Sechziger Jahre im Kino ziemlich unter, da er der erste Film der Nachkriegszeit gewesen war, der wagte, das Thema Adolf als Komödie groß auf die Leinwand zu bringen. Damals hielt das Kinopublikum dies für wohl eher für geschmacklos und zeigte die Daumen nach unten. Doch dies war für für Mel Brooks Erstling glücklicherweise nicht das letzte Wort der Geschichte. In letzter Zeit, da ist durchaus wieder |"Frühling für Hitler|" angesagt: Eine 2001- Musical-Neubearbeitung war in mehreren Ländern sehr erfolgreich, bekam 12 Award-Preise und gute Kritiken. Die Filmmusik kam auf CD und es wird i.M. eine Neuverfilmung mit niemand Geringerem als Nicole Kidman (Ulla) gedreht. Gar eine eigene DVD erschien, wo Mel Brooks u.a. das |"Making of Springtime for Hitler|" erklären. Meine Beschreibung bezieht sich auf eine 4-sprachige DVD (deutsch, englisch, italienisch, spanisch, siehe auch Bildanhang hier) des Originalfilms von 1968, die mit 10 Euro meines Erachtens ein recht günstiger Kauf ist. Früher war das Video schwer und wesentlich teurer zu beziehen. HANDLUNG Meine Damen und Herren, Vorhang auf, und lassen wir es |"richtig|" Frühling für Hitler|" werden. Enjoy the show ...|" Der Direktor Max Bialystok (Zero Mostel) des New Yorker Broadways hat sein Theater ziemlich heruntergewirtschaftet. Seine letzten Produktionen waren allesamt Misserfolge und er steht vor dem Konkurs. Doch da sieht sein Buchhalter Leo Bloom (Gene Wilder) einen letzten Ausweg: Wenn das nächste Stück wieder durchfällt, könnte man die gesamten Investoren-Gelder persönlich einkassieren, da die Geldgeber das nicht mehr zurückverlangen können. Doch diesmal soll es ein ganz großes Stück das geplante Fiasko werden, welches im Vorfeld hohe Geldsummen zur Ausführung benötigen wird. Eine scheinbar legale Sache, man freut sich schon auf den baldigen Reichtum .... - Die beiden lesen nächtelang alle eingesandten Skripte von unbekannten Autoren durch. Nichts erscheint ihnen schlecht genug. Sie sind bereits am Aufgeben, da bekommt Max ein Skript von einem gewissen Franz Liebkindt in die Hände .|"Frühling für Hitler. Ein Schauspiel über Adolf und Eva in Berchtesgaden. Wow. Dies scheint in der Tat ein potentieller Riesenflop zu sein, da es eine Art verschrobene Sympathie-Erklärung an den Führer ist. was das Publikum sicher nicht goutieren wird. Man sucht sogleich den Autor Franz Liebkindt in seiner New Yorker Wohnung auf. Und ab da wird es wirlich lustig! Die Consièrge (klasse Nebenrolle) verweist auf Mr. Liebkindts Appartmentnummer und bemerkt, daß dr Herr sich allerdings meist auf dem Dachboden bei seinen Vögeln aufhält. In dem Moment wo Max und Leo den Autor mit seinem Stahlhelm erblicken, merken sie, daß dieser Mensch offenbar nicht mehr ganz auf dem Teppich ist. Er spricht gerade mit seinen Brieftauben und hängt ihnen Zettelchen an die Füsschen. Darauf stehen nette Sympathiebekundungen an den (Ex-) Führer, was Adolf von der weltweit ungerechten Berichterstattung reinwaschen und möglichst viele Menschen erreichen soll... Und die beiden Theaterproduzenten müssen höflich und freundlich zu Herrn Liebkindt (Kenneth Mars !) sein, der ihnen gerade statt einer Begrüssung zwei Lieder vorsingt. Man benötigt ja die Unterschrift des Autors mit seinen Urheberrechten. Als sie ihm ihr Anliegen erklären geht er vor Freude auf die Knie und wendet sich an seine geliebten Vögel: |"Oh Freude aller Freuden. Herrmann, Albert , Benito, Josef und Franco! Habt Ihr das gehört? Wir kommen ins Broadway-Theater und wir können den Ruf unseres Führers reinwaschen !|" Mr. Liebkindt bittet die Broadway-Produzenten in sein kleines Appartment. Dann hält er Ihnen einen langen Monolog über den wahren Adolf Hitler |"Gentlemen! Sie wussten bestimmt nicht, daß Hitler besser tanzen und singen konnte und intelligenter war als Churchill. Er konnte ein Appartment in einem einzigen Nachmittag mehrmals streichen, war ein besserer Redner als Churchill und war humorvoller als Churchill. Hitler hatte in Wirklichkeit ein sonniges Gemüt, der Führer war nett und freundlich. He was a man who had |"always a song in his heart|". Aber diese falsche Propaganda ...|" Mr. Liebkindt wird wütend und schlägt mit der Faust auf den Tisch. |"Dieser vermaledeite Winston Churchill, der diese ganzen Unwahrheiten über meinen Führer in der Welt verbreitete!|". Jetzt schaltet sich Max ein: |"Genau deshalb, Mr. Liebkindt, wollen wir Ihr Stück ins Broadway bringen. Um der Welt den wahren Hitler zu zeigen, den netten Menschen, the true Hitler with |"always a song in his hear.|" Mr. Liebkind hat Freudentränen in seinen Augen und unterschreibt den Vertrag. - Stufe 1 der beiden hat geklappt. Jetzt müssen noch die Investoren-Gelder aufgetrieben werden. Da die großen Banken Max Bialystok nicht mehr so recht trauen taucht Max für einige Zeit ins |"Little Old Ladyland|" ab. (PS.: Ein gelungenes Wortspiel auf Jimi Hendrix bekannte Doppel-LP jenes Jahres). Konkret entwickelt sich Max zum Begleiter und Gigolo bei vielen der reichen New Yorker Damen um die 75. Die ihm jeweils dankbar und verständnisvoll einen Scheck für das neue Theaterstück aushändigen - und angeblich prozentual am Gewinn beteiligt sind. Jede Dame weiß natürlich nichts von der Anderen, das Versteckspiel kostet Max viel Konzentration und Anstrengung. Seinen höchsten Geldbetrag bekommt Max als er eine 85-jährige auf dem Motorrad durch New York fährt und ihr das Kompliment macht |"Heute siehst wirklich Du wirklich blendend aus. Wie knapp anfang Siebzig!|" Einer anderen Dame muss er 5 mal in das Hörgerät brüllen |"I love you|", bis sie es verstehen kann .... Nachdem Max bei den Damen und anderen Geldgebern mehr als 25.000 Prozent an Gewinnrechten des neuen aussichtsreichen Theaterstückes verkaufte geht es weiter. Stufe 2 war auch erfolgreich .... - Max beginnt sogleich das Geld auszugeben. Eine hinreißende Sekretärin (Lee Meredith!, die leider kein Englisch spricht) ein teures Büro, ein gemieteter Rolls Royce mit Chauffeur. Der nächste Schritt ist das Finden eines Theater-Regisseurs, der das Skript |"Frühling für Hitler|" optisch umsetzen kann. Max erinnert sich an den exzentrischen Roger de Bris. Zwar populär mit progressivem Ruf, aber unverstanden. Der einzige, dessen Inszenierungen bereits am ersten Tag nach Uraufführung wieder vom Programm gestrichen werden mussten. - Die beiden kommen in Roger de Bris Villa voll weißen Marmors. Leo Bloom (Gene Wilder) ist erstaunt über das seltsame Benehmen des Privatsekretärs und daß sämtliche Skulpturen männlich und unbekleidet sind. Da erscheint Roger in einem langen Kleid und begruesst die beiden vom Broadway ... Max hatte Leo verheimlicht, daß Roger auch eine stadtbekannte Erscheinung der Gay-Szene ist. Leo ist schockiert, da Roger ihm sogleich schöne Augen macht und ihn um eine Zigarette bittet. Roger hält einen langen Monolog über sein Kleid und einem Kostümball, der heute abend stattfindet, er will als |"Großfürstin Anastasia|" wieder den ersten Preis gewinnen. |"Und was meinen Sie zu meinem Kleid, Mr. Bloom, meinen Sie nicht auch, daß es meine Augenfarbe besonders zum Ausdruck bringt?|" |"Ja, äh, irgendwie schon, ...|" Man muss dem Theaterdirektor ebenfalls höflich und ehrfürchtig gegenübertreten, man braucht ja auch seine Mitarbeit und Unterschrift zur Realisation von |"Frühling für Hitler|". Am Schluss sagt Roger endlich zu: |"Ich mache es, es muss aber ein Musical werden|". - Jetzt suchen Max, Franz, Roger und Leo gemeinsam nach Schauspielern und geben Annoncen auf: |"Rolle für tanzenden und singenden Adolf Hitler zu besetzen. Keine vorherige Theatererfahrung notwendig|". Dieses Casting finde ich besonders lustig. Aber kein Vorsingender gefällt dem Regisseur, alle Singing-Hitlers werden wieder nach Hause geschickt, obwohl sie teilweise über bemerkenswerte Opern-Stimmen verfügen! Da kommt der exentrische Hippie Lorenzo du Bois herein. Und überzeugt mit einer ausdrucksvollen Darbietung eines zeitgemäßen Psychedelic-Liedes |"Flowers|". That|’ is our Hitler ! Franz Liebkindt ist nicht begeistert über die Wahl. Aber der Autor ist von den anderen 3 schon längst an den Rand gedrängt worden. - Die (leider kurze) Aufführung des Musicals am Broadway an sich rechtfertigt schon den Kauf der DVD, vorausgesetzt man kann einen Sinn für Humor auf dieses brenzlige Thema entwickeln . Vorhang auf: Eine zugängliche und orchestral arrangierte Melodie erklingt: |"Springtime for Hitler and Germany, Winter to Poland and France. We are on the rise again ...|" Der Text ist am Ende der Beschreibung noch mal angeführt. Spärlich bekleidete Mädchen in schwarzem Leder fungieren als Sturmtruppen, am Ende der Ouvertüre ertönen Kanonen und das Porträt des Führers wird als Theatervorhang heruntergelassen. - Die ersten Zuschauer verlassen empört das Broadway-Theater. Leo und Max freuen sich heimlich über diese Zeichen der Ablehnung und sind sich ihres erhofften Flops sicher. In der ersten Pause verstecken sie sich vor den Zuschauern in der Bar, weil sie Angst haben, verprügelt zu werden ... ... doch da kommt es ganz anders. Das eigentliche Stück beginnt: Mit einem Streitgespräch zwischen Eva und Adolf. Der Führer komponiert auf dem Klavier gerade seine Propaganda und Frau Braun ist eifersüchtig, daß er ihr so wenig Beachtung und Zeit schenkt. Die Rolle des tanzenden und singenden Hitlers (Dick Shawn) ist stark an Elvis Presley angelegt. ... diese lustigen, völlig unerwarteten und gewagten Einlagen scheinen dem Publikum zu gefallen und es klatscht schon nach 10 Minuten Beifall. Allerdings nicht der Autor Franz Liebkind, der mit seinem Stahlhelm die Premiere aus der Ehrenloge beobachtet.. Er fühlt sein Werk missinterpretiert. . Als Adolf zu Eva auch noch |"Hey Baby, what`s up?|" sagt, da wird er langsam sauer: |’Baby|’. Was soll dieses ständige alberne |’Baby|’ ? Der Führer hatte kein einziges Mal in seinem Leben |’Baby|’ gesagt !|" Franz Liebkind hatte es doch gut gemeint, ein Stück zu Ehren vom Führer und der Widerherstellung seines guten Rufes geschrieben.! Und jetzt lassen die Schauspieler und der Regisseur |"Frühling für Hitler|" offenbar zu einer lächerlichen Farce werden ... - Franz Liebkind ärgert sich über den weiteren Verlauf der Kommödie immer mehr. Da schleicht sich unbemerkt hinter die Kulissen. Und läßt plötzlich den Vorhang herunter, erklärt das Stück als abgebrochen. Als Autor erklärt er dem Publikum: |"Ladies and Gentlemen! Sie sind die Opfer eines bösen Scherzes geworden, das sind nicht meine Worte|". Das Publikum hält dies für einen einstudierten Gag. |"Wissen Sie, meine Damen und Herren, der Führer war in Wirklichkeit gut und nett. Eines Tages sagte er mir mal in einem Traum ...|" Da bekommt er von den Schauspielern einen Schlag auf seinen Stahlhelm versetzt. Franz Liebkindt wird ohnmächtig von der Bühne getragen, das Publikum tobt vor Begeisterung, da es dies als einen Teil der Aufführung ansieht. Lange Ovation. |"Frühling für Hiter|" kann weitergehen ... Und die Premiere wird als rauschender Erfolg beendet. Unter den entsetzten Gesichtern von Leo und Max. - Am nächsten Tag ist depremierende Stimmung im Broadway-Büro: Max und Leo bekommen von der gesamten Kulturwelt New Yorks Blumensträuße und Glückwunschtelegramme geschickt: |"Congratula tions! The biggest Hit on Broadway|". |"Congratulations, Hitler will run forever!|" |"Congratulations|" . ..Schon lange hatte es nicht mehr einen solch unerwarteten Erfolg am Broadway gegeben. Die beiden hätten nie gedacht, daß das Dritte Reich als humoristisches Thema beim Publikum dermaßen ankommen würde. Die Tickets für die nächsten Vorstellungen sing bereits ausverkauft. Auch der Höhepunkt in Roger de Bris Karriere. - Der ausgeklügelte Plan eines Misserfolges hat nicht geklappt. Die beiden wissen, daß sie die Gelder zurückzahlen müssen und das der Betrug an den Finanziers sie ins Gefängnis bringen wird. Als letzten Ausweg versuchen sie mit Franz Liebkind das Theater in die Luft zu sprengen. Was ebenfalls misslingt, die drei werden entdeckt und kommen vor Gericht. - Gene Wilder hält vor dem Richter ein beeindruckendes Plädoyer über seinen Kollegen Max, dem er trotz aller Egozentrik nicht böse ist. Die vielen alten Damen im Publikum weinen und klatschen Beifall. Doch Strafe muss sein! Die drei kommen ins St. Quentins - Gefängnis. Dort produzieren sie und die Mitgefangenen weiter Theaterstücke, Franz Liebkind obliegt ab nun die musikalische Gestaltung und das Klavier. Klasse ist als Fade-Out des Films das Stück |"Prisoners of Love|" .... Mel Brooks erhielt einen Oscar für das beste Drehbuch. EIN PAAR TECHNISCHE ANGABEN ZUR DVD: DARSTELLER: u.a.- - Kenneth Mars! (der Polizeikommisar in |"Frankenstein Junior|", Is|’ was, Doc?) - Gene Wilder (Frankenstein Junior, Die Frau in Rot, Die Glücksjäger) - Zero Mostel (Toll trieben es die alten Römer, Der Strohmann) - Estelle Winwood (Der schwarze Kreis, Eine Leiche zum Dessert) - Dick Shawn (der Hitlerdarsteller spielt recht ausdrucksstark) - Christopher Hewitt (Regisseur Roger de Bris aus der Gay-Szene. |"Maybe the worst director who ever lived|" meint Max in seiner Fehleinschätzung) - Lee Meredith (die unwiderstehliche schwedische Versuchung einer sexy Sekretärin, welche die Sprache ihres Gastlandes leider nicht beherrscht.. Lee Meredith wurde durch diesen Film bekannt). Eine Reihe von Nebenrollen sind ebenfalls gut besetzt. Die Consierge, einige der alten Damen, der Würstchen-Verkäufer, Carmen Guya der Privatsekretär, der Kritiker der New York Times, der Violinenspieler in Lederhosen, u.a. Von den Sprachen ist meiner Ansicht die englische Originalfassung die beste, die anderen weichen z.T. ganz schön davon ab. Die spanische soll auch gut sein, einige Ecuadorianer amüsierten sich über das verhängnisvolle |"Nene|" (Baby) des Hitlerdarstellers (italienisch |"Bellezza|"), das Franz Liebkindt so wütend machte. KAUFEN: reis e schwanken zwischen 10 und 15 Euro. Manchmal muss man |"The Producers|" eingeben, manchmal aber auch |"Frühling für Hitler|" um an das Produkt zu gelangen. Bildformat: 16: 9 Ton: Mono, Dolby, Hifi Dauer: 86 Minuten Untertitel: 7 Sprachen FSK: Freigegeben ab 12 Jahren diese DVD-Fassung erschien im Mai 2003 Regie: Mel Brooks Musik: John Morris DVD Erscheinungstermin: 27. Mai 2003 Produktion: Sidney Glazier, 1967, Premiere 1968 (die war nun wirklich ein Flop!, den Mel Brooks wahrscheinlich nicht erwartet hatte) Boni: lediglich ein Trailer KAPITEL dieser DVD Milchmädchen und Stallbursche (Rollenspiel von Max mit einer 75-jährigen Verehrerin) Kreative Buchführung Hysterisch er Anfall GLÜCKLICH Das schlechteste Stück suchen FRANZ LIEBKIND ALTE DAMEN ULLA ROGER DE BRIS CASTING FRÜHLING FÜR HITLER DOCH KEIN FLOP Ein enttäuschter Autor GERICHTSVERHANDLU NG PRISONERS OF LOVE (GEFÄNGNIS). Die großbuchstabigen Kapitel finde ich persönlich für gelungen, die anderen weniger. Am besten gefallen mir FRANZ LIEBKIND und ROGER DE BRIS, mit denen würde ich als Neuling in den Film reinschnuppern. TIP FÜR NEUEINSTEIGER: Bitte anfangs den Film nicht ! normal mit den ersten Kapiteln 1-3 starten, die sind langatmig und es passiert noch nichts! Vielleicht war deshalb der Film damals kein Erfolg, da in den ersten 20 Minuten viele das Interesse verloren. Das komische hysterische Spiel von Gene Wilder am Beginn hat mir weniger gefallen. Die beiden verlieren sich in endlose Diskussionen, bis es endlich auf den Punkt eines geplanten Fiaskos kommt. Aber ab Kap. 4, dann geht langsam die Post ab und es wird richtig lustig, find|’ ich ... Klasse ist auch der Trailer mit der einprägsamen Music des Musicals. Persönlich lernte ich |"Frühling für Hitler|" Ende der Siebziger Jahre durch eine Sendung im Kulturmagazin |"Aspekte|" kennen. Meine Eltern schüttelten den Kopf über den Titel und die geschmacklose Comedy-Bearbeitung eines für sie leidvollen Themas. Auch eine Handvoll Schulkameraden wollten diesen |"Quatsch|" sogleich im Kino sehen. Ein paar Wochen später kam eine (stark geschnittene) Fassung in die kleineren Programmkinos. Ein erstes bescheidenes Come-Back, das auch nach 1 Woche wieder aus dem Programm genommen wurde. Kurios: Der Film handelt von einem sorgfältig geplanten Flop, der dann unerwartet ein Erfolg wird. UndMel Brook wollte mit seinem Streifen sicherlich Erfolg haben und ernete damals an den Kinokassen nun wirklich einen Flop. Mir gefällt die humoristische Bearbeitung dieses Themas, obwohl ich durchaus auch seine Tragik empfinde (meine Beschreibung von Haffners Hitler-Büchern). Und daß dieser kumpelhafte und gutmütige Klapps auf die deutsche Schulter mal wieder vom Ausland kam. Die Nation selbst ist ja angeblich in diesem Bereich im Moment nur zu (pauschaler und später) Selbstanklage oder (falscher) Projektion nach Aussen (neue Verschwörungstheorien) in der Lage? Mir gefiel auch, daß dieser 1967 gedrehte Film so nebebei auch ein Zeitdokument der Stadt New York in jenem Hippiesommer war. Die Performance des Psychedelic-Songs |"Flowers|" beim Casting oder die Redensarten. Obwohl das Ganze im Gefängnis endet, herrscht eine optimistische und hoffnungsvolle Atmosphäre. Selbst die geschmacklosesten Gags (das Thema Drittes Reich, die Frau wird manchmal als Dummchen dargestellt) wirken nicht verletzend. EXKURS |"Frühling für Hitler|" hatte fast exakt das parallele Kino-Schicksal erlitten wie |"Tanz der Vampire|". Ursprünglich im Kino (beide 1968) ignoriert. Zur Video-Zeit keimt ein langsamer Kultstatus, es wird manchmal im Fernsehen gezeigt. Und um das Millenium die Auferstehung mit dem großen Erfolg eines neuinszenierten Musicals, was das Interese am Original mit neuer DVD entfachte. Das Musical habe ich in beiden Fällen leider nicht gesehen. Das Thema |"Drittes Reich|" hatte es Mel Brooks scheinbar mehrmals angetan. Man muss es als einen sonnigen Gemütszug des Filmemachers werten, daß diese Parodien niemals völlig unsympathisch wirkten. Selbst der leicht Irre mit Stahlhelm (Kenneth Mars) oder Hitler selbst in der Theaterrolle bleiben noch erträgliche Figuren. Man halte da die Nationalität Mel Brooks vor Augen. Mel Brooks verfilmte später auch ein Re-Make von Ernst Lubitsch lustigen s|w Film |"Sein oder Nichtsein|": Das um eine heimliche Theatergruppe im besetzten Polen geht, die mit Parodien (an der Zensur vorbei) am Theater auf die Ungerechtigkeit hinweisen möchte. Da entstehen Wortschöpfungen wie |"Heil Hamlet|", was der Nazi-Zensur entgleitet. Übrigens war Karl Woitila um 1940 in einer solchen geheimen Theatergruppe in Polen Schauspieler, entging einmal nur knapp der Deportation, da er sich in einem Kleiderschrank versteckte. Wem |"Der Große Diktator gefällt|" (Charlie Chaplin) der wage auch mal einen Frühling mit Hitler. Dem Film-Debüt merkt man deutlich den langen Background Mel Brooks am Theater an. Manche Gags werden auch erst bei mehrfachem Ansehen bewußt, daher ist der Film auch für Theater-Liebhaber geeignet, die eher selten ins Kino gehen


SmilyVon Sirius
vom 25.06.2004
Kommentar #9681

Schon in seinem Erstlingswerk zeigte Mel Brooks sein Gespür für ein Gemisch aus Satire und Klamauk. "The Producers" ist zwar nicht jedermanns Sache, aber wer Schwerstarbeit für die Lachmuskeln mag kommt hier voll auf seine Kosten.


The Producers - Frühling für Hitler - Szene

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