Inhalt:Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Kriegsverbrecher bei den Nürnberger Prozessen vor Gericht gestellt. In deren Folge fanden weitere Gruppen von Verhandlungen statt, zu denen auch der Einsatzgruppen-Prozess zählt, der sich gegen 24 Führungskräfte der Nazi-Organisationen SS (Schutzstaffel) und SD (Sicherheitsdienst) richtete. Dieser Dokumentarfilm beschäftigt sich mit dem Leben von Benjamin Ferencz, dem Chefankläger dieser Verfahrens, ein kleiner Harvard-Jurist, der damals erst 27 Jahre alt war.
Ferencz, dessen jüdische Familie aus dem rumänischen Siebenbürgen in die USA eingewandert war, erzählt von seiner Kindheit und Jugend und seinem Aufstieg in der Neuen Welt. Er schildert seine Eindrücke im zerbombten Deutschland der Nachkriegszeit und berichtet über den Prozess, in dem alle Angeklagten verurteilt wurden. Zu Wort kommen Freunde wie Prof. Roger S. Clark von der Rutgers School of Law, der erklärt, dass er selbst als begeisterter Langstrecken-Läufer nicht immer mit dem inzwischen weit über 90-jährigen Ben mithalten kann.
Auch sein Sohn Donald Ferencz ist zu sehen, der sich kritisch über Amerikas Kriege in Vietnam oder Irak äußert, zu dessen Vorbereitungen George W. Bush, Donald Rumsfeld und Tony Blair Lügen brauchten und Propaganda machten wie nach dem Vorbild von Göring. Der Zuschauer erfährt von Benjamin Ferenczs Rückkehr aus Deutschland, nach der er eine Kanzlei mit Telford Taylor gründete, der in seinerzeit zum Chefankläger der Prozesse berufen hatte. Schließlich wird noch sein Wirken für den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gewürdigt, für den er ein wesentlicher Initiator war. Regie:Ullabritt Horn Buch:Ullabritt Horn Musik:Stefano Giannotti |