Inhalt:In frühen Jahren hatte Oscar Restrepo (Ubeimar Rios) zwei Bücher geschrieben, die sich aber nicht sonderlich gut verkauften. Da es seine einzigen Werke waren, ging es seither für ihn bergab, und so wohnt er nun, mit Mitte fünfzig, wieder bei seiner Mutter Teresita (Margarita Soto) in Medellín. Immer noch hält er sich für einen berufenen Dichter, der seinem großen Vorbild José Asunción Silva nacheifert und sich von allen verkannt sieht.
Doch tatsächlich ist er dem Alkohol verfallen und wacht schon mal orientierungslos auf der Straße auf, wo er Debatten führt, wer der beste Poet im Lande sei. Dass Oscar in Selbstmitleid zerfließt, belastet auch die Beziehung zu seiner Tochter Daniela (Alisson Correa), die seine Auftritte in der Öffentlichkeit peinlich findet. Auch seine Schwester Yolanda (Adriana Upegui) sieht, das sich Oscars Situation ändern muss und drängt ihn zu einem Job als Lehrer.
Die findet er eigentlich unter seiner Würde, tritt aber dennoch die Stelle an, nicht ohne vorher seine Thermosflasche mit Hochprozentigem gefüllt zu haben. Seine Schüler werden von Oscars emotionalen Ausführungen eher erheitert, doch in der Klasse findet sich ein Mädchen, die ebenfalls eine Ader für die Poesie hat. Oscar ist von Yurlady (Rebeca Andrade) Talent beeindruckt und will sie fördern, doch auch in dieser neuen Aufgabe droht er zu scheitern... Kritik:Das Werk hatte Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes, wo es mit dem Preis der Jury in der Sektion "Un certain regard" ausgezeichnet wurde. Regie:Simón Mesa Soto Darsteller:Ubeimar Rios, Rebeca Andrade, Guillermo Cardona, Humberto Restrepo, Alisson Correa, Margarita Soto, Adriana Upegui Buch:Simón Mesa Soto Produzenten:Juan Sarmiento G., Manuel Ruiz Montealegre, Simón Mesa Soto Musik:Matti Bye |