Inhalt:An einer belgischen Schule haben die meisten einen Migrations-Hintergrund, doch der Lehrerin Amal (Lubna Azabal) gelingt es, ihr Interesse für die französische Literatur zu wecken. Anhand von Klassikern wie Victor Hugo beteiligen sie sich rege an Diskussionen über Aspekte wie die Todesstrafe, die Meinungen gehen auseinander, und schon hier zeigt sich, dass viele der muslimischen Schüler ihre Auffassung mit der Scharia begründen.
Nach einem Vorfall werden drei der Schüler zur Rektorin (Catherine Salée) zitiert, weil Rachid (Mehdy Khachachi) und Jalila (Ethelle Gonzalez Lardued) Monia (Kenza Benbouchta) angegriffen haben. Als Grund geben sie an, dass sie ihren Stil geändert und sich tätowiert habe, was nach dem Koran "haram", also verboten sei. Außerdem würde sie die anderen in der Umkleide betrachten, und als Rachid einen Exorzisten fordert, weil sie lesbisch sei, wird er für eine Woche vom Unterricht suspendiert.
Monia wird deswegen von ihren Mitschülern beschimpft, und Amal hat alle Mühe den Tumult in ihrer Klasse zu beenden. Sie ist besorgt, dass ihre Schüler sich von islamischem Fundamentalismus leiten lassen, was mit den laizistischen Prinzipien der Schule nicht vereinbar ist. Amal beschließt, das Thema Homosexualität zu behandeln und spricht im Unterricht über den arabischen Dichter Abu Nawas, der auch Männer liebte. Doch damit löst sie einen massiven Eklat aus, bei dem sich auch Kollege Nabil (Fabrizio Rongione) gegen sie stellt. Kritik:Das Werk war neunmal für den belgischen Filmpreis Magritte nominiert, mit dem Lubna Azabal als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Regie:Jawad Rhalib Darsteller:Lubna Azabal, Fabrizio Rongione, Catherine Salée, Johan Heldenbergh, Babetida Sadjo, Malek Akhmisse, Kenza Benbouchta, Ethelle Gonzalez Lardued, Mehdy Khachachi, Evelyn Ariza Buch:Jawad Rhalib Produzenten:Genevieve Lemal Musik:Mounir Hathout |