Inhalt:Auf der Müllhalde Agbogbloshi in der ghanaischen Hauptstadt Accra gehören die Brüder Kojo (Eugene Boateng) und Kofi (Jude Arnold Kurankyi) zu den unzähligen Menschen, die hier Metalle aus dem von Industrieländer stammenden Elektronikschrott sortieren. Die beiden Kinder arbeiten für den Betrieb ihres Vaters, der wünscht, dass Kofi einmal seine Nachfolge antritt und dazu beiträgt, seine Familie aus der Armut zu führen.
Doch es ist Kojo, in dem durch die Begegnung mit einem "Borga" (der ghanaische Begriff bedeutet etwa "Der reiche Onkel aus dem Ausland") die Hoffnung aufflammt, seiner anscheinend aussichtslosen Welt entgehen zu können. Tatsächlich bietet sich sich ihm als junger Erwachsener diese Gelegenheit, die er sogleich nutzt. Als er nach etlichen Widrigkeiten in Deutschland ankommt, muss er aber schnell erfahren, dass er einer Illusion erlegen war, denn hier hat ihn niemand erwartet.
Um über die Runden zu kommen, arbeitet er beim Schrotthändler Bo, und am Abend schmeißt er sich in Schale, um in eine Bar zu gehen. Dort macht er Bekanntschaft mit Lina (Christiane Paul) und behauptet aus New York zu sein, und als sie ihn durchschaut, meint er lapidar, es sei leichter ein Amerikaner zu sein als ein Afrikaner. Doch Kojo hat die Wurzeln zu seiner Heimat nicht abgebrochen, sondern nutzt die im Auftrag von Bo zu Drogendeals... Kritik:Beim Filmfestival Max Ophüls Preis erhielt das Werk gleich vier Auszeichnungen, darunter den Publikumspreis. Regie:York-Fabian Raabe Darsteller:Eugene Boateng, Christiane Paul, Adjetey Anang, Lydia Forson, Jude Arnold Kurankyi Buch:York-Fabian Raabe, Toks Körner Produzenten:Alexander Wadouh, Elaine Niessner, Tommy Niessner Musik:Tomer Moked, Ben Lukas Boysen |