Inhalt:Abgelegen in den Bergen von Ostanatolien befindet sich ein Internat, das ähnlich wie eine Militärkaserne geführt wird. Es herrscht eine Atmosphäre von Unterdrückung und Gewalt, hier wird Pädagogik noch mit dem Rohrstock gemacht. Den kurdischen Schülern wird kein Freiraum zur Entfaltung oder eine ethnische Identität zugestanden wird. Einer von ihnen ist der 12-jährige Yusuf (Samet Yildiz), der sich sein Zimmer mit drei anderen Jungen teilt.
Sein bester Freund ist Memo (Nurullah Alaca), der eines Morgens krank im Bett liegt und sich zu schwach zum aufstehen fühlt. Offenbar hat er die als Strafmaßnahme gedachte Dusche mit eiskaltem Wasser nicht vertragen, und so schickt der zuständige Lehrer Selim (Ekin Koç) Yusuf mit Memo zur notdürftig ausgestatteten Krankenstation. Dort ist ein älterer Schüler als Sanitäter zuständig, der dem Patienten lediglich ein Aspirin verpasst.
Dessen Zustand verschlechtert sich weiter, wird aber von den Erwachsenen nicht sonderlich ernst genommen, schließlich habe Memo ja kein Fieber. Doch Yusuf drängt auf weitere Maßnahmen, worauf Rektor Müdür (Mahir Ipek) beschließt, Memo ins Krankenhaus zu schaffen. Doch die Gegend ist tief verschneit, und es sind keine Schneeketten für die Autos vorhanden, zudem ist gerade kein Handyempfang möglich. Anstatt sich um eine Lösung zu bemühen, beginnt die Suche nach den Schuldigen an der Misere... Kritik:Das Werk gewann etliche Preise auf internationalen Filmfestivals und wurde auf der Berlinale mit dem FIPRESCI-Preis in der Sektion Panorama ausgezeichnet. Regie:Ferit Karahan Darsteller:Samet Yildiz, Ekin Koç, Mahir Ipek, Melih Selcuk, Cansu Firinci, Münir Can Cindoruk, Nurullah Alaca Buch:Ferit Karahan, Gülistan Acet Produzenten:Kanat Dogramaci |