Inhalt:Es ist nicht lange her, dass der 12-jährige Isaac (Rupert Turnbull) seine Mutter Suzanne verloren hat, und nun muss er sich am Krankenbett von seinen Vater James (Charles Aitken) verabschieden. Der liegt dort nach einem Autounfall im Koma, durch eine blutige Mullbinde verhüllt, und verstirbt kurz darauf. Für den Jungen beginnt eine schwere Zeit, ebenso wie für seine Stiefmutter Laura (Julia Brown), kaum gelindert durch Hund Bella, den Ihr Mann ihr als Welpen schenkte.
Die Erinnerung an James ist für beide allgegenwärtig, in dem einsam im Wald gelegenen, großzügig verglasten Haus, das Isaacs Vater als erfolgreicher Architekt entworfen hatte, der zudem im nahen Garten begraben werden wollte, wo auch seine erste Frau liegt. Laura, die das gesamte Vermögen erbt, entscheidet sich entgegen den Rat ihrer Mutter, die Vormundschaft für den Jungen zu übernehmen, da sonst die die Sozialarbeiterin Mary (Mary Woodvine) ihn in ein Pflegeheim geben würde.
Ihre Trauer versucht sie mit viel zu viel Wein zu verarbeiten, was ihre Bemühungen nicht erleichtert, die Distanz zu ihrem Stiefsohn zu überbrücken, dessen Ablehnung sie deutlich spürt. Die psychische Anspannung beider wächst durch erschreckende Visionen, bei denen Laura Isaac nicht glaubt, dass ihm sein Vater erschienen sei. Die Situation verschärft sich, als er sieht, wie Laura Robert (Nathaniel Martello-White) küsst, James langjährigen Freund... Kritik:Das Werk erzeugt durch die eindrucksvolle Kamera atmosphärische Dichte und kann durch darstellerische Leistung überzeugen, die den Nervenkrieg zwischen Jungen und Stiefmutter fühlbar macht. Doch in der Substanz macht das den Film eher zum Psychodrama - für einen befriedigenden Horrorfilm kommt der Kern der Geschichte, nämlich die übernatürliche Präsenz, viel zu verzögert und bleibt zu wage, zu angedeutet und undeutlich. Regie:Benjamin Barfoot Darsteller:Rupert Turnbull, Julia Brown, Nathaniel Martello-White, Charles Aitken, Mary Woodvine, James Harper-Jones Buch:Benjamin Barfoot Produzenten:Matthew James Wilkinson, Patrick Tolan Musik:Benjamin Barfoot |