Inhalt:Der in Schwarzweiß gedrehte Film beginnt mit Archivaufnahmen über das Kolonialregime Frankreichs über Algerien und reißt einen historischen Zusammenhang mit den Geschehnissen an. Im Jahr 1938 sitzt Meursault (Benjamin Voisin), ein unauffälliger Franzose Anfang dreißig, in einem Gefängnis des Landes, angeklagt des Mordes an an einem Einheimischen. In Rückblenden werden die Ereignisse und die näheren Umstände erzählt, die dazu geführt haben.
Per Telegramm erfährt Meursault, dass seine Mutter in einem Altersheim in Algerien gestorben ist. Er macht sich auf die Reise zur Beerdigung, doch während der Beisetzung zeigt er keinerlei Zeichen der Trauer. Auch sonst sind bei ihm keine Emotionen erkennbar, selbst als er kurz nach der Bestattung eine Beziehung zu seiner Bürokollegin Marie Cardona (Rebecca Marder) beginnt. Selbst bei der Abkühlung mit ihr im Strandbad bei sommerlicher Hitze wirkt Meursault sonderbar regungslos.
Er freundet sich mit seinem Nachbarn Raymond Sintès (Pierre Lottin) an, der in krumme Geschäfte verwickelt ist. Der behandelt eine Mätresse ziemlich derb, was zur Feindschaft mit deren Bruder und dessen Freunden führt und Meursault schließlich in seine missliche Lage bringt. Beim Prozess will der Richter (Christophe Malavoy) wissen, warum er einen Revolver dabei hatte und gerade an diesen Ort zurückgekehrt sei. Und vor Gericht scheint die Frage wichtig, ob der Angeklagte jemals geweint habe... Regie:François Ozon Darsteller:Benjamin Voisin, Rebecca Marder, Pierre Lottin, Denis Lavant, Swann Arlaud, Christophe Malavoy, Nicolas Vaude, Jean-Charles Clichet, Mireille Perrier Buch:François Ozon, Albert Camus Produzenten:François Ozon Musik:Fatima Al Qadiri |