Inhalt:Chile im Jahr 1970, zum Beginn der Regierung von Salvador Allende: Als sein Freund (Cesare Serra) in einer Bar mit einem deutlich älteren Kneipengast (Daniel Antivilo) anbandelt, schlitzt ihm der betrunkene, eifersüchtige Jaime (Juan Carlos Maldonado) im Affekt mit einer zerbrochenen Flasche den Hals auf. Er wird, sichtlich ramponiert, in die Haftanstalt eingeliefert und dort in eine Zelle gebracht, die bereits von vier Mann und einer Katze namens Plato belegt ist. Die haben es sich dort gemütlich eingerichtet und können ihr eigenes Essen zubereiten.
Sie mustern den eingeschüchterten Neuzugang kritisch, aber nicht unfreundlich. Der älteste von ihnen, Ricardo aus Curicó, El Potro (Alfredo Castro) genannt, der hier das Sagen hat, lässt Jaimes Wäsche waschen, bietet ihm eine Zigarette an und erklärt ihm, wie der Hase so läuft. Er wartet hier auf seinen Prozess wegen Körperverletzung und musste sich ebenfalls einem brutalen Verhör unterziehen. Das hat er tapfer überstanden, was ihm den Respekt der anderen eingebracht hat, und diesen Respekt fordert er auch von Jaime ein.
Ricardo teilt mit ihn sein Bett, macht ihn sich zu Willen und serviert seinen bisherigen Loverboy (Sebastián Ayala) kurzerhand ab, der seinem Nachfolger darauf den Spitznamen "Der Prinz" verpasst. Jaime ordnet sich willig in die Hackordnung ein und scheint die homoerotische Liebesbeziehung zu Ricardo als Versicherung zu sehen, die zudem seiner Gier nach Aufmerksamkeit entgegen kommt. Doch Ricardos Position im Gefängnis ist nicht unumstritten, und während Jaimes Selbstbewusstsein während der Haft wächst, muss Ricardo feststellen, dass sein Einfluss schwindet... Kritik:Der Film gewann bei den Filmfestspielen Venedig den Queer Lion. Regie:Sebastián Muñoz Darsteller:Juan Carlos Maldonado, Alfredo Castro, Cesare Serra, Gastón Pauls, Lucas Balmaceda, Sebastián Ayala, José Antonio Raffo Buch:Luis Barrales, Sebastián Muñoz, Mario Cruz Produzenten:Marianne Mayer-Beckh, Roberto Doveris, Nicolás Grosso, Federico Sande Novo, Griselda Gonzalez, Mark Rees Musik:Ángela Acuña |