Inhalt:Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Gleichstellung der Frau in der DDR. So wie Staatschef Erich Honecker proklamierte, wollte das Regime tatkräftige Frauen, von der Basis bis an die Spitze. So kommen fast ausschließlich Frauen zu Wort, die eine entsprechende Biografie aufweisen. Im Rückblick findet Journalistin und Historikerin Annette Leo, die mit ihren Eltern von Düsseldorf nach Ostberlin übergesiedelt war, dass die Emanzipation der Frau das beste Erbe der DDR sei.
Barbara Mädler, Regieassistentin bei der "volkseigenen" Filmproduktion DEFA, erinnert sich, dass die DDR die Frauen brauchte, weil es sonst einen Mangel an Arbeitskräften gab. Doch sie sollten nicht in Positionen gelangen, wo sie der politischen Ebene gefährlich werden konnten. Immerhin konnten sie anderweitig an prominente Stellen gelangen, wie Schauspielerin Katrin Sass, die von ihrer Kindheit bei den Großeltern erzählt und berichtet, dass Hausfrau zu sein, etwas negatives war.
Zu Wort kommen Frauen aus allen Gesellschaftsschichten und Branchen, darunter auch Brunhild Hanke, ehemalige Oberbürgermeisterin von Potsdam. Musikerin Tina Powileit, die am Schlagzeug der Rockbands "Femini" und "Mona Lise" auftrat und nach der Wiedervereinigung die Band "Die Seilschaft" mit gründete, sieht seit der Wende gar Rückschritte in Sachen Gleichberechtigung. Eine Einschätzung, die Marina Grasse ähnlich sieht, 1990 die erste und einzige Gleichstellungsbeauftragte der DDR. Regie:Torsten Körner Buch:Torsten Körner Produzenten:Leopold Hoesch Musik:Cassis B. Staudt Vergleiche:
| Die Unbeugsamen Dokumentation Deutschland · 2021 |
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Die Geschichte der Emanzipation in der deutschen Politik |
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