Inhalt:1968 wird die FDP-Politikerin Marie-Elisabeth Lüders anlässlich ihres 80. Geburtstages interviewt und bekundet, in Sachen Gleichberechtigung sei schon einiges erreicht, aber noch nicht genug. Doch tatsächlich dominieren zu diesem Zeitpunkt die Männer die Politik in der Bonner Republik, und Frauen müssen sehr hartnäckig, durchsetzungsfähig und geduldig sein, um im Deutschen Bundestag eine relevante Rolle spielen zu können oder gar ein Ministeramt in der Regierung bekleiden zu können.
In diesem Dokumentarfilm stellt Torsten Körner die Garde von Frauen vor, die als Pioniere die Entwicklung der Emanzipation vorangetrieben haben und damit in einer Ära, da die Frau laut Werbung nur daran interessiert war, was sie anziehen oder kochen soll, große Herausforderungen überwinden mussten. Zu ihnen gehört die Aktivistin Petra Kelly, Mitbegründerin der Partei "Die Grünen", die im Bundestag hart die Politik des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl anging, oder Elisabeth Schwarzhaupt von der CDU, die 1961 die erste Ministerin der Bundesrepublik wurde.
Neben Archivaufnahmen sind auch Gespräche mit Frauen zu sehen, die dazu beitrugen, mit den traditionellen Rollenbildern der 1960er und 1970er Jahre zu brechen. Zu ihnen gehört Herta Däubler-Gmelin von der SPD, die sich wegen ihrer scharfzüngigen Polemik auch "Schwertgosch" genannt wurde, Ursula Männle von der CSU, die zur gender-bewussten Sprache beitrug, sowie die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, die über die Rolle von Politikerinnen formulierte, es müsse geschmeidig wirken, aber hart erkämpft werden. Regie:Torsten Körner Buch:Torsten Körner Produzenten:Leopold Hoesch Musik:Stefan Döring Vergleiche: |