Inhalt:Auf nächtlicher, schlecht beleuchteter Straße ist Eghbal (Ebrahim Azizi) mit seiner schwangeren Frau (Afssaneh Najmabadi) und Tochter Nilufar (Delnaz Najafi) unterwegs, was ihn offenbar vom Verkehrsgeschehen ablenkt. So überfährt er einen Hund und bringt den lädierten Wagen in die Werkstatt von Vahid (Vahid Mobasseri), der den Schaden reparieren soll. Als der Mechaniker die quietschende Beinprothese seines Kunden wahrnimmt, glaubt er ihn wieder zu erkennen.
Vahid saß im Gefängnis des iranischen Regimes, und wann immer er von seinem Peiniger geschlagen wurde, hatte man ihm vorher die Augen verbunden, umso mehr kann er sich nun wieder an diesen Klang erinnern, der mit unerträglichen Schmerzen einherging. Vahid verfolgt Eghbal, schlägt ihn nieder und entführt ihn mit seinem Van. Er fährt sein Opfer in die Wüste, um ein Grab auszubuddeln, wo er ihn verscharren will, doch sein Gefangener bestreitet der zu sein, für den er ihn hält.
Eghbal behauptet, nie in einem Gefängnis gearbeitet zu haben und sein Bein erst kürzlich verloren zu haben. Er fleht ihn an, ihn nicht zu töten, und in Vahid keimen Zweifel auf, ob er tatsächlich den Geheimdienstler vor sich hat, für den er ihn hielt. Um sicher zu gehen, holt er die Meinungen von Shiva (Mariam Afshari), Golrokh (Hadis Pakbaten) und Hamid (Mohamad Ali Elyasmehr) ein, die ebenfalls als Gefangene gefoltert wurden. Die sind sich aber uneins über Eghbals Beteiligung, dessen Frau gerade mit Wehen in die Klinik eingeliefert wurde... Kritik:Das Werk hatte Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes, wo es mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde. Regie:Jafar Panahi Darsteller:Vahid Mobasseri, Mariam Afshari, Ebrahim Azizi, Hadis Pakbaten, Majid Panahi, Mohamad Ali Elyasmehr, Delnaz Najafi, Afssaneh Najmabadi, Georges Hashemzadeh Buch:Jafar Panahi Produzenten:Jafar Panahi, Philippe Martin |