Inhalt:Auf dem Weg zum Nordpol bleibt die "Horisont", das Segelschiff einer dänischen Arktis-Expedition des Jahres 1857, im "Ewigen (wie man damals noch dachte) Eis" stecken. Die Mannschaft findet den angeschlagenen Dr. Victor Frankenstein (Oscar Isaac), den es auf der Flucht vor seiner eigenen Kreatur hierher verschlagen hat. Viktor warnt die Crew vor diesem Wesen mit übermenschlicher Kraft und erzählt Kapitän Anderson (Lars Mikkelsen) seine schicksalhafte Geschichte.
Als Junge wird Victor (Christian Convery) von seinem Vater Leopold (Charles Dance) mit unnachgiebiger Strenge erzogen, der Arzt ist und ihn in Medizin unterrichtet. Doch seiner geliebten Mutter Claire (Lauren Collins) bei der Geburt ihres Sohnes William (Rafe Harwood) kann er nicht verhindern. Victor hadert mit der menschlichen Sterblichkeit und versteigt sich zu der Vision, den Tod zu überwinden und künstliches Leben zu erschaffen, ein Vorhaben, dem er sich als Student (Oscar Isaac) mit ganzer Kraft widmet.
So führt er ein Ergebnis seiner erstaunlichen Versuche mit Leichen-Fragmenten dem akademischen Publikum durch und lässt sich durch kritische Stimmen nicht abbringen. Seine Experimente wecken das Interesse des wohlhabenden Waffenhändlers Harlander (Christoph Waltz), dessen Nichte Elizabeth Lavenza (Mia Goth) mit William (Felix Kammerer) verlobt ist, und der fortan als Mäzen sein kühnes Projekt finanziert und auch das Labor beschafft.
Aus den Überresten gefallener Soldaten flickt Victor schließlich einen vollständigen Körper zusammen, dem er über einen per Antenne an der Spitze des Turmes oberhalb der Apparatur eingefangenen Blitz Leben einfunkt. Doch er behandelt sein empfindsames Geschöpf wie ein Versuchskaninchen in Ketten, was Elizabeths Mitleid erregt. Als Victor, der von ihr abgewiesen wurde, erkennt, dass sie dem Monster, das er erschaffen hat, mehr Gefühle entgegen bringt als ihm selbst, brennt er das Schloss nieder, wo er es gefangen hielt... Kritik:Weitgehend werktreu hat Guillermo del Toro diesen Stoff verfilmt, der wie für ihn gemacht scheint. Szenenbild, Maske und Kostüme sind überwältigend, Kamera und Filmmusik transportieren die morbide Stimmung hervorragend, und die Action ist brutal. Zudem gibt es ein doch recht attraktives Monster, das Jacob Elordi mindestens so ausdrucksstark spielt wie ehedem Boris Karloff, allerdings sind die romantischen Momente arg sparsam ausgeführt. Regie:Guillermo del Toro Darsteller:Oscar Isaac, Jacob Elordi, Mia Goth, Christoph Waltz, Felix Kammerer, Charles Dance, Christian Convery, Lauren Collins, Lars Mikkelsen, Burn Gorman, Ralph Ineson, Rafe Harwood, David Bradley Buch:Guillermo del Toro, Mary Shelley Produzenten:Guillermo del Toro, J. Miles Dale, Scott Stuber Musik:Alexandre Desplat |