Inhalt:Im Senegal dreht die französische Regisseurin Caroline Lescot (Nathalie Richard) eine modernisierte Fassung der antiken Medea-Sage. Die Handlung spielt statt am Schwarzen Meer, wie in der Mythologie erzählt, nun an der Atlantikküste. Dort landet die weiße Schauspielerin Maja Tervooren (Maren Eggert), die die Tochter des Königs Aietes von Kolchis spielt, per Motorboot an, mitsamt der Leichen ihrer beiden Söhne, die sie aus Rache an ihrem untreuen Ehemann Jason umgebracht hat, den der schwarze Nourou Cissokho (Jean-Christophe Folly) verkörpert.
Doch die Schwimmwesten, die die Kinderdarsteller dabei tragen, passen Caroline nicht ins visuelle Konzept, was zu einem lautstarken Streit und Missstimmung am Set sorgt. Das ist nur einer der vielen chaotischen Momente, dem eine Drehpause folgt, die Maja als Gelegenheit zum Videochat mit Tochter Frieda und Mann Alek (Hans Löw) nutzt, von dem sie sich scheiden lässt. Das schafft Raum für eine Affäre mit ihrem Filmpartner Nourou der sie später in Berlin besucht.
Dort bereitet man sich auf die Premierenfeier bei einem bedeutenden Filmfestival vor, doch schon im Vorfeld sieht sich Nourou mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert. Etwa im Hotel, wo er sich eine Zigarette anstecken will und dabei von Wachmann (Mateusz Malecki) zurecht gewiesen wird, obwohl der als gebürtiger Pole selbst in Deutschland Ausgrenzung erfährt. Auf der Pressekonferenz zur Vorführung des fertigen Films muss sich Caroline kritischen Fragen zum "Elefanten im Raum" stellen... Info:Der Begriff "Gavagai" wurde vom Sprachphilosophen Willard Van Orman Quine geprägt, in einem Gedankenspiel mit einem Ethnologen, der sich damit einer Übersetzung der Sprache Eingeborener annähern könne. Regie:Ulrich Köhler Darsteller:Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard, Anna Diakhere Thiandoum, Roch Peton, Misel Maticevic, Michael Wittenborn, Hans Löw, Lisa Hagmeister, Salif Cissé, Mateusz Malecki Buch:Ulrich Köhler Produzenten:Ingmar Trost, Clément Duboin |