Inhalt:Mitte der 1990er Jahre wurde in Brandenburg ein Gebäude der Bundeswehr durch einen Brandsatz zerstört. Verübt wurde der Anschlag durch eine links-terroristische Vereinigung, die sich selbst den Namen "Das K.O.M.I.T.E.E." gab und kurz darauf versuchte, ein im Umbau befindliches Abschiebegefängnis in Berlin zu sprengen. Nachdem das missglückt war, weil die Mitglieder bei ihren Vorbereitungen entdeckt wurde, tauchten sie unter und wurden durch das Bundeskriminalamt zur Fahndung ausgeschrieben.
Drei verdächtige Terroristen tauchen nach Jahrzehnten in Venezuela auf, wo sie Asyl beantragten, zu einer Zeit, wo die staatliche Ordnung des Landes gerade im Zusammenbruch begriffen ist. Ein gegen den mutmaßlichen Täter Bernhard Heidbreder gerichtetes Auslieferungsersuchen wird von den Behörden zurückgewiesen, und auch Thomas Walter ist dort bislang unbehelligt, als er im Jahr 2019 Besuch von Sobo Swobodnik erhält, dem Vater von Walters Nichte. Er ist Filmemacher und reist in die Anden, um vom Leben des Mannes zu erzählen, der sich seit über zwanzig Jahren den Sicherheitsbehörden entzieht.
Allerdings gesteht Walter vor der Kamera, dass er einschläft in der Angst, unerwartet geweckt zu werden, sich aber inzwischen daran gewöhnt habe. Doch auch die unzuverlässige Infrastruktur in Venezuela, wo nie sicher ist, wann Elektrizitäts- oder Gasnetze funktionieren, wie die Versorgung mit Lebensmitteln ist, oder in welche Verhältnisse die instabile politische Lage noch führt. Doch dadurch lässt er sich nicht davon abbringen, mit Pablo Charlemoine an einem Musikprojekt zu arbeiten, der unter dem Pseudonym "Mal Élevé" als Sänger der Band "Irie Révoltés" bekannt wurde. Regie:Sobo Swobodnik Buch:Sobo Swobodnik Produzenten:Ümit Uludağ, Erik Winker, Martin Roelly Musik:Thomas Walter, Mal Élevé |