Inhalt:Dass ihm als Kind sein bester Freund zu Silvester als Schnitzel serviert wurde, machte den vielfach prämierten russischen Filmemacher Viktor Kosakovskiy zum Vegetarier, und später reifte in seinem Kopf ein Projekt, dem Hausschwein einen eigenen Film zu widmen. Doch Filmstudios und Produzenten stehen eher auf niedliche Tiere, und so brauchte er drei Jahrzehnte, bis er mit Anita Rehoff Larsen eine Produzentin fand, die seinen Dokufilm zu finanzieren half.
Entstanden ist ein Werk, bei dem die Sau Gunda im Mittelpunkt steht, ihr Leben unter ihren tierischen Genossen auf dem Bauernhof beobachtet wird und Menschen weder zu sehen noch als Kommentatoren zu hören sind. Ihr friedlicher Alltag wird zum großen Teil von der Beschäftigung mit ihren Ferkeln bestimmt, denn Gunda kümmert sich fürsorglich um ihren jungen Wurf und bringt viel Geduld auf, wenn sich der Nachwuchs um ihre Zitzen versammelt.
Aber auch eine Herde Kühe, die viel Zeit auf der Weide verbringen, und eine Schar Hühner, die in der freien Natur nach Futter picken, und von denen eines mit nur einem Bein zurecht kommt, leben auf dem Hof. Ausführender Produzent des vielfach ausgezeichneten Werks ist Veganer Joaquin Phoenix, der sich für die Tierrechtsorganisation PETA einsetzt und in seiner Beteiligung die Möglichkeit sieht, sich für den Tierschutz einzusetzen. Kritik:Das Werk hatte Premiere bei der Berlinale und erhielt viele internationale Auszeichungen, darunter den Publikumspreis beim 28. Filmfest Hamburg. Regie:Viktor Kosakovskiy Produzenten:Anita Rehoff Larsen |