Inhalt:Als Reaktion auf die Terror-Anschläge vom 11. September 2001 führten die USA eine Invasion in Afghanistan an, um dort die Herrschaft der Terrorgruppe "Taliban" zu beenden. Die Mission dauerte zwanzig Jahre, scheiterte aber schließlich mangels geeigneter militärischer und politischer Strategie. Als immer deutlicher wurde, dass die Interimsregierung ihre Macht nicht halten konnte, entschieden sich die internationalen Streitkräfte im Jahr 2021 zu einem Abzug der Truppen.
Den Taliban gelang es binnen weniger Wochen, sämtliche Gebiete einschließlich der Hauptstadt Kabul zu erobern, und riefen das "Islamische Emirat Afghanistan" aus. Bei dem überhasteten Rückzug gab es nicht nur einen Imageschaden des Militärbündnisses, es wurde auch technisches Gerät im Wert von Milliarden Dollar zurückgelassen. Die Aufmerksamkeit des Dokufilmers Ibrahim Nash´at richtet sich auf "Hollywoodgate", eine Basis des Geheimdienstes CIA.
Nachdem der letzte US-Soldat afghanischen Boden verlassen hat, fällt dem neuen, archaischen Regime ein wertvoller Schatz in den Schoß, Fahr- und Flugzeuge, Waffen und Satelliten, die Schergen der Taliban staunend inspizieren: Modernstes Gerät, dessen Funktionen die Vorstellungskraft der Männer übersteigt. Nash´at hat die Erlaubnis, unter strenger Bewachung die Vorgänge mit der Kamera zu beobachten, mit der er auch zeigt in wessen Händen man das Land ließ. Kritik:Das Werk hatte Premiere bei den Filmfestspielen von Venedig und wurde auf zahlreichen weiteren internationalen Festivals gezeigt und prämiert, etwa beim ZFF (Zurich Film Festival), wo es im Wettbewerb "Fokus" mit einem Goldenen Auge ausgezeichnet wurde. Regie:Ibrahim Nash´at Buch:Ibrahim Nash´at, Talal Derki, Shane Boris Produzenten:Talal Derki, Shane Boris, Odessa Rae Musik:Volker Bertelmann |