Inhalt:Um mehr Zeit für seine Frau Alice und Tochter Rose (Olivia Malahieude) zu haben, stimmt der Diplomat Mathieu Roussel (Gilles Lellouche) einer Versetzung nach Irkutsk zu, wo er für ein französisches Kulturinstitut arbeitet. Alice möchte allerdings viel lieber mit ihrem Kind zurück nach Frankreich, und sein Einsatz für die Aufführung von Veranstaltungen und Förderung künstlerischer Kreativität ist den russischen Behörden ein Dorn im Auge. Ein Kuss zweier nackter Männer auf öffentlicher Bühne sorgt für Entrüstung unter der rückständigen sibirischen Bevölkerung, wo man Lebensvielfalt und Toleranz als Dekadenz des Westens verachtet und die alten Werte verraten sieht.
So wird eines Nachts die Wohnung Roussels von Sicherheitskräften aufgebrochen und gestürmt, und er wird verhaftet. Vom Untersuchungsrichter erfährt er, dass ihm vorgeworfen wird, Kinderpornografie verbreitet zu haben. Im Gefängnis muss er erfahren, dass man mit einer solchen Anschuldigung ganz unten in der Hierarchie landet und wird von den Knastbrüdern brutal misshandelt, worauf ihn die Wärter in Isolationshaft nehmen. Schließlich kommt er unter Auflagen frei und muss mit einer elektronischen Fessel auf seinen Prozess warten.
Mathieus gesamte Akte ist ein gefälschtes, kompromittierendes Dokument, vom Geheimdienst FSB angefertigt, um einen unliebsamen Staatsgegner aus dem Verkehr zu ziehen. Sein Anwalt Borodin (Aleksey Gorbunov) macht ihm klar, dass eine Verurteilung fast sicher ist und mindestens zehn Jahre Knast auf ihn warten. So entschließt sich Roussel zur Flucht, unterstützt von Svetlana (Joanna Kulig), der Schwiegertochter des örtlichen FSB-Chefs Dimitri Rostov (Mikhail Gorevoy), der alles versucht, um zu verhindern, dass Roussel die Grenze überschreitet... Regie:Jérôme Salle Darsteller:Gilles Lellouche, Joanna Kulig, Mikhail Gorevoy, Louis-Do de Lencquesaing, Aleksey Gorbunov, Elisa Lasowski, Olivia Malahieude Buch:Caryl Férey, Jérôme Salle Produzenten:Albane de Jourdan, Jérôme Salle, Marc Simoncini Musik:Guillaume Roussel |