Inhalt:Vor ihrem Laptop-Computer sitzt die Mittfünfzigerin Barberie Bichette (Agnès Jaoui), von allen "Barbie" genannt, und beginnt ihre Memoiren zu schreiben. Doch so recht wollen die Worte nicht fließen, weshalb sie sich zunächst ausgiebig mit der passenden Schriftart beschäftigt. Nicht nur ihre Selbstgespräche mit ihrem Spiegelbild offenbaren, dass sie tief in einer Mittlebenskrise steckt und mit 55 Jahren immer noch nicht weiß, was ihr Wesen ist.
Deshalb konsultiert sie einen Psychoanalytiker (Marc Strauss), der ihr geduldig zuhört und bei ihr alles in Ordnung findet, was ihr aber nicht wirklich hilft. Auch bei ihrer Schwester (Valérie Donzelli) findet Barbie nicht viel Verständnis, und sogar mit dem Rauchen hat sie wieder angefangen. Dass sie mit ihrem Leben nicht zufrieden ist und darin keinen Sinn erkennt, wirkt sich auch auf das seit ihrer Scheidung gespannte Verhältnis zu ihren Kindern Rose (Angelina Woreth) und Junior (Édouard Sulpice) aus.
Barbie beschäftigt sich viel mit dem Altern und dem Sterben, und als sie Bertrand Blanc (Laurent Capelluto) trifft, einen früheren Bekannten, erkennt sie ihn nicht wieder und hält ihn für einen Geist. Sie bricht zusammen und wird in die Klinik eingeliefert, wo auch Dr. Boulin (Maxence Tual) wenig Einsehen in ihre Situation hat und mehr Wert auf die Einnahme ihrer Medikamente legt. Schließlich beschließt Blanc völlig woanders zu sich finden... Kritik:Das Werk hatte Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes 2024, wo es die Quinzaine des cinéastes eröffnete und mit dem Prix SACD ausgezeichnet wurde. Regie:Sophie Fillières Darsteller:Agnès Jaoui, Angelina Woreth, Édouard Sulpice, Valérie Donzelli, Laurent Capelluto, Emmanuel Salinger, Philippe Katerine, Marc Strauss, Maxence Tual Buch:Sophie Fillières Produzenten:Julie Salvador Musik:Philippe Katerine |