Inhalt:Zu Beginn des neuen Schuljahres macht Eskildsen (Peter Gantzler), Lehrer der 8. Klasse mit seinen Schülern einen Test, um anhand deren Eignung und Neigungen festzustellen, für welche berufliche Laufbahn sie sich entscheiden könnten. Viele der Jugendlichen finden es mit dreizehn oder vierzehn Jahren reichlich früh, sich für ihre künftige Karriere entscheiden zu müssen und sich damit für ihre Zukunft festzulegen.
Pierre Anthon (Harald Kaiser Hermann) ist der Ansicht, dass nicht eine Bedeutung habe, und dass folglich nichts wert ist, getan zu werden. Kurzerhand verlässt er seine Klasse und die Schule, klettert auf einen Baum und weigert sich fortan, ihn wieder zu verlassen. Seine Klassenkameraden folgen ihnen, denen er erklärt, dass es für ein großes Spiel sei, bei dem sie alle Teil hätten, und dass sie sich nur vormachen würden, dass etwas wichtig sei.
Die verunsicherten Teenager, angeführt von Agnes (Vivelill Søgaard Holm), versuchen ihn zunächst mit Worten zu überreden, wieder herunter zu kommen, doch er bleibt stur, und auch Steinwürfe können ihn von seinem Vorhaben nicht abbringen. Zum Beweis, dass er sich irrt, bringen seine Mitschüler lauter Dinge, die ihnen etwas bedeuten. Nachdem zunächst nur einiger Tinnef um den Baum angehäuft wird, der keine Wirkung zeigt, werden die Opfer bald immer anspruchsvoller, dann zunehmend schmerzhaft, und schließlich kommt Gewalt ins Spiel, die immer weiter eskaliert und gegen Pierre Anthon richtet... Kritik:Der Film erinnert mit der eskalierende Gewalt durch Halbwüchsige, die wegen fehlender oder mangelnder Elternaufsicht eine fatale Gruppendynamik entwickeln, an "Herr der Fliegen", und Christensen versteht es, eine düstere Atmosphäre zu schaffen und mit Schockmomenten zu überraschen. Die Neugier, wie weit die Rudimente an Zivilisation desintegrieren, bannt den Zuschauer, wobei die Motivationen der Protagonisten deutlicher hätten ausgearbeitet werden können.
Das Werk wurde auf dem Fantasy Filmfest als Deutschland-Premiere und bei der Semana Internacional de Cine de Valladolid gezeigt; der Film und das Drehbuch waren für den dänischen Filmpreis "Robert" nominiert. Regie:Trine Piil, Seamus McNally Darsteller:Vivelill Søgaard Holm, Harald Kaiser Hermann, Peter Gantzler Buch:Trine Piil, Janne Teller Musik:Johan Carøe |