Inhalt:Im Schatten eines mächtigen Ginkgobaums, der im Alten Botanischen Garten der Universität Marburg steht und als titelgebender "stiller Freund" mit den Protagonisten in Beziehung steht, werden drei Geschichten aus unterschiedlichen Epochen erzählt. Die Geschichten erzählen über die Entwicklung der wissenschaftlichen Erforschung von Pflanzen, beginnend mit der biologischen Taxonomie, und behandeln insbesondere das Thema Kommunikation.
Im Jahr 1908 sind die Professoren der Philipps-Universität entsetzt, dass sich an ihrem Institut erstmals auch Frauen bewerben können. Zu ihnen gehört die ehrgeizige Grete (Luna Wedler), die Prof. Winterhalter (Rainer Bock) mit ihren Ausführungen zum Linnéschen System beeindruckt und als einzige dort angenommen wird. Bei ihren Forschungen kommt ihr auch ihre Neugier für die Fotografie zugute, in deren Geheimnisse sie vom Fotografen Fuchs (Martin Wuttke) eingeweiht wird.
1972 will die Biologiestudentin Gundula (Marlene Burow) in einem Experiment an Geranien herusfinden, was Pflanzen wahrnehmen. Das erregt die Aufmerksamkeit ihres Kommilitonen Hannes (Enzo Brumm), doch sein Interesse gilt nicht nur ihrer Blume. Im Jahr 2020 hält Neurowissenschaftler Tony (Tony Leung Chiu-wai) aus Hongkong eine Gastvorlesung in Marburg. Als der Lockdown während der Corona-Pandemie den Betrieb stilllegt, forscht er nach einem Videogespräch mit Biologin Alice (Léa Seydoux) an dem Ginkgobaum, wie er elektrische Signale überträgt. Kritik:Das Werk wurde bei den Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt, wo es mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Regie:Ildikó Enyedi Darsteller:Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Enzo Brumm, Sylvester Groth, Johannes Hegemann, Marlene Burow, Martin Wuttke, Rainer Bock, Léa Seydoux Buch:Ildikó Enyedi Produzenten:Reinhard Brundig, Mónika Mécs Musik:Gábor Keresztes, Kristóf Kelemen |