Inhalt:Amerika in einer unbestimmten Zukunft: Das Land steckt nach einem verheerenden Krieg in einer tiefen Wirtschaftskrise, und das Militär hat die Macht übernommen. Der Major (Mark Hamill) organisiert jedes Jahr einen "Todesmarsch", bei dem 50 Freiwillige so lange laufen, bis nur noch einer übrig ist, und dem winkt eine überaus stattliche Geldprämie. Angesichts der prekären Lage für viele junge Männer die Hoffnung auf einen sonst kaum zu erreichenden Wohlstand.
Einer von ihnen ist Raymond Garraty (Cooper Hoffman), der sich von seiner verzweifelten Mutter (Judy Greer) verabschiedet, denn die Regeln sind streng: Als Marschtempo sind mindestens drei Meilen pro Stunde vorgegeben, und wer sie unterschreitet, wird nach drei Verwarnungen getötet. Während einige der Männer wie Arthur Baker (Tut Nyuot) sich anfangs solidarisch geben, macht Peter McVries (David Jonsson) gleich zu Beginn klar, dass er niemandem helfen werde, wird aber schnell umgestimmt, dass man gegenseitig für sich einstehen solle.
Man scherzt miteinander und stachelt sich an, so entstehen zunächst spontan Freundschaften. Doch allmählich wird ihnen klar, dass diese nicht von Dauer sein werden, als sich die Gruppe sukzessiv dezimiert. Schon ein kurzer Stopp, um einen losen Schnürsenkel wieder festzubinden, wird geahndet. Als Curly (Roman Griffin Davis) mit einem Krampf im Bein langsamer wird, redet Raymond ihm zu, nicht aufzugeben, doch dann kann er nicht mehr und bricht zusammen. Vom Aufseher erfolgen im Abstand von nur wenigen Sekunden drei Warnungen, worauf er erschossen wird... Kritik:Was als "Horror" vermarktet wird, entpuppt sich als dialoglastiger Spaziergang der verschärften Art, der den Schwerpunkt auf zwischenmenschliche Beziehungen weniger Delinquenten legt. Dabei verlässt sich Lawrence auf die starken Leistungen insbesondere von Cooper Hoffman und David Jonsson, während die meisten Nebenfiguren und der Antagonist eher blass bleiben. Für Genrefans wird immerhin mit einigen deftigen Szenen aufgewartet, doch was im Buch funktionieren mag, läuft sich als Filmhandlung wund und wirkt nicht nur auf die todgeweihten Dauerläufer zermürbend. Regie:Francis Lawrence Darsteller:Cooper Hoffman, David Jonsson, Mark Hamill, Garrett Wareing, Tut Nyuot, Ben Wang, Jordan Gonzalez, Joshua Odjick, Charlie Plummer, Roman Griffin Davis, Judy Greer, Josh Hamilton Buch:JT Mollner, Stephen King Produzenten:Roy Lee, Steven Schneider, Cameron MacConomy, Francis Lawrence Musik:Jeremiah Fraites |